Fulda, 17. Mai 2011

Linke: ÜWAG verschwendet Geld; Glasfaserausbau belastet Kreishaushalt

Die Fuldaer LINKE kritisiert die unkoordinierten Investitionen der ÜWAG im Breitbandausbau. Derzeit investiert die ÜWAG in vielen Kommunen und legt scheinbar völlig unkoordiniert Leerrohre für den Breitbandausbau. Statt sich mit anderen Unternehmen abzustimmen legt die ÜWAG zum Beispiel neben den neün Leerrohren der Telekom eigene Leerrohre. Dabei beteiligt sie sich an den Tiefbaukosten. Statt sich miteinander abstimmen, werden nun in vielen Orten doppelte Strukturen aufgebaut und bezahlt. Dagegen geschieht in anderen Orten nichts.

Die LINKE fordert den Landkreis Fulda, als Haupteigner der ÜWAG, auf, diese Geldverschwendung zu stoppen. Es macht doch keinen Sinn, wenn das Bundesunternehmen Telekom und das Kommunalunternehmen ÜWAG in manchen Orten doppelt investieren und andere Orte im Kreis nicht versorgt werden. Im Kreishaushalt sind Einnahmen von 4 Millionen Euro Rendite der ÜWAG eingeplant. Die LINKE befürchtet deutliche Mindereinnahmen. Ein Kilometer Tiefbau kostet je nach Art zwischen 15.000,- und 60.000,- Euro. Dabei ist noch kein Kabel verlegt. Ob je ein Kunde angeschlossen wird ist auch nicht klar. Ganz besonders kritisch ist es, wenn Tiefbauarbeiten für Orte gemacht werden, die bereits mit Glasfaser versorgt sind. Die Fraktion der LINKEN.Offenen Liste im Kreistag wird mit einem Dringlichkeitsantrag, eine bessere Abstimmung der ÜWAG mit der Telekom fordern. Weiterhin will die LINKE dass die ÜWAG stärker in regenerative Energien investiert. Statt Fehlinvestitionen zu tätigen sollte die ÜWAG hier mehr machen, so der Sprecher der LINKEN, Michael Wahl.


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