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Wiesbaden, 24. Juni 2011
Abschaffung der Hauptschule: Schwarz-Gelb in Hessen blockiert jeden Schritt in die richtige Richtung
Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) schlägt vor, Haupt- und Realschule zu einer neün Oberschule zusammen zu fassen.
Das stößt bei der Hessischen Kultusministerin Dorothea Henzler (FDP) und dem bildungspolitischen Sprecher der CDU-Fraktion,
Hans-Jürgen Irmer, auf Ablehnung. Irmer will das mehrgliedrige Schulsystem als ‚Markenkern‘ der Union erhalten.
Dazu erklärt Barbara Cárdenas, bildungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:
„Mit Dorothea Henzler (FDP) und Hans-Jürgen Irmer (CDU) betreibt Hessen eine Bildungspolitik von vorgestern: Längst
überfällige Schritte werden blockiert. Auf dem Rücken von Schülerinnen und Schülern, Eltern und Lehrerinnen
und Lehrern werden ideologische Schlachten aus dem letzten Jahrhundert geschlagen und die Zukunft der jungen Generation verbaut.“
Überall in Deutschland werde das gemeinsame Lernen von Kindern verstärkt zur Leitlinie der Bildungspolitik gemacht,
so Cárdenas. So auch, zumindest in ersten kleinen Schritten, von der Bundesbildungsministerin Schavan (CDU).
Cárdenas: „Nur in Hessen gehen die Uhren weiterhin anders! Henzlers Horrorvorstellung ist nach wie vor die Gemeinschaftsschule.
Deshalb wendet sie sich auch gegen den von Schavan gewählten Begriff der Oberschule. Dagegen trägt Henzler die Monstranz der
‚Vielfältigkeit‘ vor sich her. Sie versteht nicht, dass Vielfältigkeit von Lernausgangslagen am besten mit einer
Vielfältigkeit von Förder- und Unterrichtsangeboten begegnet werden kann, die in einer Klasse und ‚Einer Schule für
Alle‘ angeboten werden.“
Die Vorstellung, Kinder hätten eine feststehende Begabung, aufgrund derer in ihrer gesamten Schullaufbahn nur bestimmte Leistungen
zu erwarten seien, die auch eine entsprechende Einsortierung in bestimmte Schulformen verlangten, sei wissenschaftlich längst
widerlegt und Ausdruck einer schlimmen ideologischen Verbohrtheit, so Cárdenas.
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